Stetige Suche und Auswahl von vielversprechenden Ideen

Viele Unternehmen sind darauf angewiesen, ihr Produktportfolio in regelmäßigen Abständen zu erneuern. Folglich suchen Unternehmen ständig nach Ideen, aus denen sich vielversprechende Produkte entwickeln lassen. Zudem stehen die Unternehmen mit ihren Dienstleistungen und Produktionsverfahren im Innovationswettbewerb. Erfolgreichen Unternehmen gelingt es, kontinuierlich werthaltige Innovationsideen zu generieren. Messbare Erfolge in der Frühphase des Innovationsprozesses (engl. Fuzzy Front End), der sogenannte Front-End Success, sind u.a.:

  • Neuartigkeit und Radikalität: Innovationspotential der Ideen
  • Nützlichkeit, Strategie-Fit und Trend-Fit: Strategisches Wertpotential der Ideen
  • Wirtschaftlichkeit: finanzielles Wertpotential der Ideen

Ein Ideenmanagement, dass diese Variablen für Innovationsideen erfasst, bewertet und visualisiert verhilft dem Management zu einem Überblick und einem Fundament für den Front-End Success.

Kompetenzfalle I: Exzessive Exploitation

Viele etablierte Unternehmen neigen dazu, auf bereits existierendem Wissen aufzubauen und etablierte Produkte und Dienstleistungen für die bestehenden Kunden zu erweitern. Eine zu exzessive Ausnutzung bestehender Kompetenzen (Exploitation) geht mit unternehmerischen Verhaltensweisen wie Anpassungen bestehender Technologien, Produktverbesserungen, Kostenreduktionen, Effizienzsteigerungen und besserer Befriedigung bekannter Kundenbedürfnisse einher. Somit stellt es süßes Gift für das Unternehmen dar, denn die Leistungsversprechen dieser Verbesserungsideen sind für das Unternehmen absehbar und führen lediglich zu kurzfristigem Erfolg. Zwar werden bestehende Kompetenzen ausgebaut, aber gleichzeitig wird die Entwicklung neuer Kompetenzen gehemmt und entdeckende Vorhaben reduziert.

Gefahr durch Regel-verändernde Innovationsideen

Dieses Vorgehen geht solange gut, bis disruptive Ideen die Regeln der Branche ändern und bestehende Lösungen vom Markt drängen. Bisherige Lösungen im Markt werden obsolet, da sie veraltete Funktionalitäten liefert, die im Laufe der Zeit nicht mehr vom Hauptkundensegment nachgefragt werden. Durch exzessive Exploration verkrusten Unternehmen und können nicht schnell genug auf disruptive Veränderungen im Markt reagieren. Die Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben des Unternehmen sind gefährdet.

Kompetenzfalle II: Exzessive Exploration

Die zweite Kompetenzfalle betrifft eher junge Technologieunternehmen, die sich in experimentellen Suchprozessen verlieren. Zum Beispiel akademische Ausgründungen, die unermüdlich neues Wissen jagen und neue Produkte und Dienstleistungen für aufkommende Kundensegmente bzw. neue Märkte entwickeln. Exploratives Innovieren geht einher mit unternehmerischen Verhaltensweisen wie Suche, Entdeckungen, Experimentieren, Risk Taking und Innovation. Es werden Ideen auf den Weg gebracht, die neue Technologien beinhalten, die neue Produkte entstehen lassen oder den Eintritt in neue Märkte erlauben. Diese Unternehmen können ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren, da diese verpassen, ihre Prozesse effizient zu gestalten und ihre Produkte kommerziell auszureizen.

Organisationale Ambidextrie als Lösung

Ein Ausweg aus diesen Kompetenzfallen ist die organisationale Ambidextrie – die Fähigkeit sowohl branchenverändernde Ideen als auch Ideen hervorzubringen, welche bestehende Produkte verbessern und existierende Kundenstämme zufriedenstellen. Die Ambidextrie beschreibt eine Balance zwischen Exploration (Ausnutzung bestehender Kompetenzen) und zwischen Exploration (dem absichtlichen Verlernen alter und Entdecken neuer Kompetenzen). Studien zeigen, dass eine Balance hinsichtlich des Ideenportfolios die Performamce von Unternehmen steigert.

Um eine ausgewogene Innovationsstrategie verfolgen und steuern zu können, bedarf es eines systematischen Ideenmanagements, dass die Ideen für Prozesse und neue Produkte einsammelt, bewertet und visualisiert. Nur so sind Unternehmen in der Lage, sich in kurzer Zeit ein Bild über die Lage des Ideenportfolios zu machen.

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